Zwischenstopp - Das Projekt.
Es gibt Orte und Situationen in unserem Alltag, die so leise vor sich hin zu schlummern scheinen, dass sie selten bewusst wahrgenommen werden. Sie spielen im Stadt(teil)leben meist keine oder eine unwichtige Rolle, werden vergessen oder ignoriert. Es sind die Orte des Verfalls, des Vorbeiziehens und öffentlichen Desinteresses - wilde Müllplätze, leerstehende Häuser, plakat- und graffitibedeckte Wände, andere, fremd scheinende Gesichter unter Passanten, vielleicht auch unser Nachbar. Die Menschen leben nebeneinander her, vielleicht auch aneinander vorbei - nicht nur im Leipziger Osten oder Südosten. Auch generationenübergreifend bedenken sich die Menschen selten mit Aufmerksamkeit und vergessen unter ihren eigenen Scheuklappen mitunter die Bedürfnisse und Anliegen anderer Altersgruppen. Dabei kann der Einblick in die jeweilige Schatzkiste des anderen sehr reich beschenken. Es ist an der Zeit, dann und wann einen Halt einzulegen. Wer sind wir? Woher kommen wir, und was ist unser Wegziel? Was bringe ich mit und was möchte ich mitnehmen, dazulernen?
"Zwischenstopp. StandOrte und WeltExperten" hat im Jahr 2007 dazu eingeladen, an bislang übersehenen oder vergessenen, aber auch an bewährten Orten mit Mut und großer Neugier voneinander zu lernen und miteinander in Kontakt zu kommen. Möglichkeiten, unserem Projekt zu begegnen, gab es vielerlei - Sommerwerkstätten, Theater im Freien, Konzerte, Fotoausstellungen, eine Veranstaltungs- und Diskussionsreihe zum Thema “Heimat”, Workshops, Veranstaltungen ganz besonders für Familien, ungewöhnliche Spaziergänge für jung und alt, das Kurzfilmwanderkino Mauerstreifen, Projektangebote für und in Schulen ....
Insgesamt haben wir etwa 7800 Menschen mobilisiert.
